Ich hab es getan! =D
Naja, okay, eigentlich ist das nun auch schon wieder 4 oder 5 Tage her und ich bin jetzt erst dazu gekommen, das Video um 90° zu drehen und umzucodieren (das Original hat 40MB) - aber egal! =D
Aaaalsoooo: Ich habe es getan!!! =D
Gaaanz frühs hab ich einem Wallabee seine Scheibe Brot gegeben! *giggle*
Video: hier (1,2 MB)
Total spektakulär, nicht war? =D
Da ich schon hunderte Wallabeefotos habe, gibt’s in der Gallerie jetzt auch einen Bereich für australisches Getier - da kommt sicher noch so einiges dazu (wenn ich mal schnell genug mit der Kamera bin) ;-D
Erster Arbeitstag!
Heute war mein erster Arbeitstag!
Der fing schonmal gut an - 5:45 Uhr aufgestanden und ganz entspannt fertig gemacht (bloß keine Eile - das ist gaaaanz wichtig hier in ‘Brissie’! *g*) und dann losgelaufen. Die Bushaltestelle ist ein Kilometer bergauf entfernt. (für Australien ist das mal überhaupt gar nix) - für mich schon, vor allem in Anzug und Co. Aber was will man machen, wenn man genau zwischen zwei Zentren im Tal wohnt?
Ich lauf und lauf also und wunder mich schon warum die Kurve an die ich mich noch zu erinnern glaubte einfach nicht kommen mag. Bei der nächsten Bushaltestelle wurde mir auch klar warum - also wieder umgedreht und zurück geschlappt, von der anderen Seite her auch sofort die besagte Kurve gefunden und an der Bushaltestelle gewartet.
Nach einigen Minuten kam auch ein Bus (zwar nicht genau die Linie die ich herausgesucht hatte aber das ist hier auch alles bisschen realtiv) und so fragte ich einen Herrn in der Nähe ob dieser Bus am “Culture Center” halten würde: “Yes sir” - ich freu mich, fahr mit und wunder mich, warum der Bus mitten in die Innenstadt fährt. Schon toll die Leute, die einfach immer “Ja” sagen wenn sie die Antwort nicht wissen!
Also über die Brücke Richtung South Bank zu Thiess gelaufen, das Haus sogar fast auf Anhieb gefunden und den imposanten Eingang betreten. (Fotos folgen!)
Im Laufe des Vormittags wurde ich dann eingewiesen wie so der Stand ist und was als nächstes anststeht. Die Kollegen machen alle einen sehr netten Eindruck (bis auf eine, die hat mir ihre Hand etwas zu deutlich gedreht gereicht - Verhaltensstudien-Kollegen wissen was ich meine *hihi*).
Morgen bekomm ich dann auch so eine obercoole Plastikkarte mit Zipper die man im Lift vor ein Fensterchen halten muss, damit man auch in andere Stockwerke als den fünften (Rezeption) fahren kann - dann bin ich auch ends pro! =D
Beim Mittagessen (sehr guter Chinese, aber leider bisschen Touripreise) war ich mit einem ehemaligen deutschen Zeitsoldaten, den es nach Australien verschlagen hat. Das war schon sehr nett - gehen vll. mal zusammen ne Runde wandern. =)
Er hatte heute seinen ersten Arbeitstag nach dem Urlaub, der darin bestand gute 14 Tage quer durch Aussie zu fahren. Da im Norden momentan der Monsun herrscht muss das doch recht abenteuerlich gewesen sein (Mit dem Jeep im Krokodilgebiet bis Fensterkante im Wasser gestanden und dann säuft der Motor ab => that’s funny! ;-D)
Der Nachmittag war dann geprägt vom Lesen vieler englischer Texte - von daher ist mein Hirn jetzt auch bisschen schlapp. =)
Oh ja - und natürlich die unzähligen Leute, die mir vorgestellt wurden, einfach unmerkbar für mein ständig überlastetes Studentenhirn - aber mit der Zeit wird das sicher auch werden - genauso wie das easy-going Verstehen des Slangs hier! ;-)
Ich freu mich auf jeden Fall schon auf morgen und das erste Meeting - go go go for it! =D
Weiterflug über Singapur nach Brisbane
Wie mittlerweile so oft wach ich 5 Minuten bevor mein Wecker klingelt auf - es ist 2:55 Uhr mitten in der Nacht - vom Krach draussen und aus dem Haus meint man es wäre vielleicht früher Abend. Ich pack meine Sachen zusammen und schau dabei gespannt auf die Uhr, wann die Rezeption wohl anrufen wird.
Lange tut sich nichts, doch um 3:25 Uhr ist es dann soweit: Das brachial-schlimme Klingelkrachen des Telefons dröhnt durch den Raum! (Natürlich gerade als ich die Zanbürste in den Mund gesteckt hatte) - Egal, ich bedanke mich und steige um 3:45 Uhr in eines der zig wartenden Taxis (hatte ich schon erwähnt, dass ich mich über gar nichts mehr wunder in Dubai? ;-))
Oh okay, ich geb’s zu - ich hab mich nochmal gewundert: Es war auf der gesamten Fahrt KEIN (!!!) Stau - unglaublich! - Noch viel unglaublicher: Der Taxifahrer schaltet die Automatik ab und treibt seinen Wagen so brutal es geht mit 130 km/h durch die Innenstadt Richtung Flughafen.
Das wirft meinen Zeitplan natürlich ein bisschen über den Haufen - um 4:15 Uhr bin ich schon mit dem Einchecken fertig (”you’re really early here!” - ach… echt?! *g*). Nach diversen weiteren Kontrollen steh ich endlich in dem viel-bewunderten Shoppingparadies. Es ist nett - ganz nett, aber irgendwie auch nicht mehr (von der Shopauswahl her, die Architektur ist wieder 1A!). Entweder hab ich einen Großteil nicht gesehen oder man hört mehr als es wirklich ist.
Wie auch immer - ich mach es mir wieder beim Starbucks bequem, als drei Jugendliche am Nachbartisch platz nehmen und sich auf deutsch unterhalten. Damit waren die restlichen Wartestunden auch durch sehr nette Gespräche gesegnet - Sebastian kommt mich vll. sogar mal besuchen in einem Monat! =)
Gegen 8:30 Uhr betrete ich dann endlich die Boeing 777-300 (Mein Flug wurde einfach nicht ausgeschrieben, erst auf Anfrage konnte ich mein Gate erfahren) - noch 16 Stunden bis Australien!
Die erste Strecke bis zum Tankstop in Singapur hatte ich Glück: Ich habe mir die 4 Sitze in der Mitte mit einer jungen Dame geteilt die offensichtlich keinen Platz mehr in der ersten Klasse bekommen hat (und dementsprechend besonders behandelt wurde) - das war schon sehr bequem, wenigstens ein bisschen Ausstrecken und so. =)
In Singapur konnte man dann eine halbe Stunde das Flugzeug verlassen - schon ein interessanter Flughafen: Polizei ohne Ende, Fußmassagemaschinen, total ultra sauber, intensivste Kontrollen. Auf dem Weiterflug sitzen zwei junge Singalesen (?) neben mir - waren ganz nett: passt - nur halt eng…
Eine Stunde vor Brisbane geht die Sonne über den Wolken auf - PERVERS! - nur leider habe ich von der Mitte aus keine Möglichkeit das zu fotografieren. =(
Dazu dann noch die Landung mitten durch die Wolken hindurch - eigentlich wollte ich das Schauspiel von dem großen Monitor vor mir abfilmen, im entscheidenden Moment war ich aber einfach viel zu begeistert, so dass ich den Touchdown mit der Kamera total verpasst habe - aber egal: ICH BIN IN AUSSIE!!! =D =D
Beim Gepäckabholen wird man überall auf mitgebrachte Medikamente oder Nahrung untersucht (da sind sie wirklich sehr streng!), dann geht’s mit der Bekannten (Gabi) 35km nach Süden in den Busch, wo es ECHTE Lychees und ECHTE Mangos zur Begrüßung gibt: Unbeschreiblich!!!
Problem: Jetzt kann ich das Dosenzeug vom Chinesen in Deutschland nicht mehr essen…! *BAEEEHHHH* =/
Nach einem ausgedehnten Mittagsschlaf gab’s dann sogar noch echte 500g Steaks *wuuuhuuuu!* =D
Doch ein paar Stunden später hat der Jetlag dann auch schon wieder zugeschlagen und mich mit aller Macht ins Bett gezogen.
Toll hier: Nachts meint man mitten im Dschungel zu sein, so viel Krach wie um einem herum ist - aber ich find’s irgendwie genial - total friedlich und entspannend! =)
Dubai - Teil 2: Jumeirah
//edit: Eine kleine Übersichtskarte über Dubai =)
Mitten in der Nacht klingelts total schrecklich, widerlich laut in meinem Zimmer. Trotz der rasch aufsteigenden Panik schlussfolger ich: So ein schrecklicher Klang kann eigentlich nur vom (arabischen) Telefon herkommen, also Hörer mal abgenommen und den Kerl von der Rezeption dran gehabt: “Oeh, my telephone rang? - Yes sir, it’s okay sir *tuuuuuuut*” - WTF?!
Dank der Baustelle neben dem Hotel auf der natürlich 24/7 gebaut wird hat’s dann ein bisschen gedauert, bis ich wieder einschlafen konnte - aber was soll’s… vor 11 Uhr hab ich’s eh wieder nicht geschafft bei dem krassen Klima aus dem Bett zu kommen.
Also um 11:30 Uhr Richtung “Bur Juman Centre” aufgemacht, einem der schönstens Einkaufszentren Dubais um dort die Mittagshitze zu verbringen. Was soll ich dazu groß schreiben - es ist einfach der absolute Oberhammer! Da versteht man beinahe, warum Dubais Frauen immer am Einkaufen sind! ;-) Die Läden sind alle VIEL großzügiger angelegt - da hängt kein Hemd direkt neben dem anderen - da ist schon immer mindestens eine Hand breit Platz dazwischen! Dazu überall Cafes und Restaurants in dieser genialen Architektur. Leider war es kaum möglich den Gesamteindruck mit dem Foto festzuhalten (zudem man ja unglaublich aufpassen muss, dass man nicht aus Versehen eine arabische Frau fotografiert - das kann ganz ganz bösen Ärger mit einem der vielen Polizisten vor Ort geben). Weitere Impressionen gibt’s in der Gallerie.
Trotz der schon grandiosen Kulisse hab ich aber noch ein Highlight gefunden: Den größten Plasmafernseher der Welt!!! *GEIL* =D
Vor dem 103 Inches (261.60 cm) großen Ding verlierst du die Orientierung wo was auf dem Bildschirm passiert - owned! ;-D
Gegen 14 Uhr ging’s dann mit dem Taxi weiter zur “Jumeirah Moschee” - leider heute nicht für Besucher geöffnet, macht aber von aussen auch einen recht kitschigen Eindruck finde ich - naja trotzdem ein Foto wert! ;-)
Dann habe ich die folgenschwere Entscheidung getroffen, die Jumeirah-Beach-Road entlang zu laufen und mir dort die “Sehenswürdigkeiten” ein bisschen anzusehen, da die Jumeirah-Beach Montags nur für Frauen und Kinder geöffnet ist. =(
Das sah auf der Karte alles auch recht machbar aus - allerdings hat sich dann herausgestellt, dass 1. Ein Fehler auf der Karte ist und 2. Der Maßstab von dem der Innenstadtkarte offensichtlich stark abweicht. Und das in der bullen Hitze war schon nicht ohne. So hab ich mich dann von Mall zu Mall gehangelt, am Dubai-Zoo vorbei (als der angelegt wurde hat man noch nicht so viel von artgerechter Haltung gewusst, was man auch deutlich sieht =/) bis zum Mercato Center. Dieses Einkaufzentrum ist ganz anders als das Bur Juman Centre, hat aber einen ganz eigenen Reiz.
Nach dem Schwelgen in den neuesten Elektronikartikeln gab’s dann natürlich wieder den obligatorischen Starbucks-Eiskaffee. Hier beobachtete ich einen Herren, der im Cafe am Laptop arbeitete, diesen irgendwann zuklappte, sein Handy dazu legte und einfach für über eine Stunde verschwand - keinen hat’s gestört, keinen hat’s interessiert (ausser mich *g*) - sau krass - in Deutschland wäre der nach paar Minuten sicher weg gewesen.
Jetzt wurde es draussen endlich ein bisschen kühler und so entschloss ich mich, mich quer durch den (groooooooßen) Block zur “Sheik Zayed Road” durchzuschlagen, an der die ganzen Hochhäuser Dubais stehen. Das war gar keine so schlechte Idee, viele Einzelheiten hab ich auf dem Weg durch das Villenviertel und vorbei am Gefängnis (schon krass, dass das Gefängnis am Rand eines Villenviertels steht *g*) gesehen.
Dann bin ich endlich bei den Hochhäusern angekommen. Der sich in Bau befindliche “Burj Dubai” hat schon eine stattliche Größe - leider wird nicht verraten wie groß er werden soll - man schätzt wohl so zwischen 600 und 800 Metern? Leider war es mir nicht möglich auf eines der Hochhäuser die ander Straße stehen hochzufahren - man braucht immer von irgendwelchen wichtigen Leuten eine Erlaubnis, die ich als kleiner Stundent natürlich nicht habe. (In den vielen 5-Sterne Hotels hab ich natürlich erst gar nicht nachgefragt ;-)).
So langsam wurde es dunkel und die Füße wollten ins Bett (jetzt - sofort! *autsch*) - also auf die Suche nach einem Taxi begeben. So leicht man normalerweise ein Taxi bekommt (dauert vll. 30 Sekunden), so hammermäßig unmöglich scheint es um die Abendstunden herum zu sein, wenn alle Welt zum Dinnieren will. Fast eine geschlagene Stunde später hatte ich mir dann endlich eines erkämpft und mich in den unendlichen Stau eingereiht (Gut, dass Taxis nur nach Kilometer berechnen und nicht nach Zeit!) - Trotz der vielen Schleichwege die der Fahrer gefahren ist, hat die Heimfahrt lange gedauert - sehr lange…
Dann schnell ins Hotel, duschen und nochmal mutig sein: In einer kleinen Nebengasse in der Nähe des Hotels (nur zweispurig pro Fahrbahnrichtung) hab ich einfach mal “was typisches für die Gegend hier” bestellt. Da kam dann ein - ich tippe mal auf gekochten Schafsfuss (Schwein ist ja nicht erlaubt und danach sah er eigentlich aus) in einer wirklich guten, scharfen und interessant gewürzten Soße mit Mehlfladen und Gemüse. Konnte man wirklich essen (bis auf das Meiste vom Schweinefuss… *g*). Der junge Araber der mich bediente frage ganz irritiert, ob er mir den Fuß einpacken solle - ich lehnte dankend ab und machte mich auf zum Hotel um das Wecken für den nächsten Tag zu ordern. Der Plan war um 3 Uhr (ja, Nachts) aufzustehen und um 4 zum Flughafen zu fahren - Taxen würden um diese Uhrzeit zu Hauf vor dem Hotel warten - na wenn’s denn so ist… hier wundert mich gar nichts mehr…
Kulturschock in Dubais Innenstadt
Um kurz nach 11 hab ich mich also auf den Weg gemacht - vom wirklich sehr gut gelegenen Rush Inn Hotel den ersten Touristen hinterher.
Meine Tour führte mich als erstes an den Creek (das ist der Meeresarm der in die Stadt hineinragt und sie in 2 Hälten teilt). Um den Creek überqueren zu können gibt es kaum Brücken/Tunnel und so fahren die Araber mit den Abras zum anderen Ufer. Das Ganze ist ein bisschen wackelig und man sitzt ohne Lehne Rücken an Rücken auf einer kleinen Bank, aber es ist einfach nur genial in der Hitze über den kühlen Fluss mit ein bisschen Wind zu gondeln. So eine Überfahrt kostet auch nur 1 Dirham - kann man sich also wirklich immer mal wieder gönnen! ;-)
Weiter ging meine Tour durch den Stoff-Suq (Ein Suq ist ein ursprünglicher Markt) wo es wirklich alles, aber auch ALLES zu kaufen gibt was man aus Stoff so machen kann, vorbei am Regierungspalast (den man leider nicht fotografieren darf) nach Bastakia.
In diesem Stadtteil wird mit einem wahnsinnigen Aufwand (Geld ist ja da) eine ursprüngliche Siedlung dieser Gegend wieder aufgebaut und restauriert. Auf dem Foto sieht man übrigens einen der unzähligen Windtürme die es noch überall auf den älteren Häusern gibt. Das total einfache und geniale Prinzip: In dem Turm werden zwei Tücher oder dünne Mauern diagonal eingezogen, so dass der kleinste Windhauch nach unten in des Haus hinein fährt und auf der anderen Seite hinaus - die Dinger kühlen wirklich nicht schlecht!
Weiter ging es in das Dubai Museum, welches in der alten Festung (Al-Fahidi-Fort) Dubais untergebracht ist. War schon ganz interessant und vor allem gut gemacht: Viele Szenen des täglichen Lebens (von damals) sind mit Wachsfiguren nachgestellt, was ich natürlich gleich mal ausgenutzt habe. Hab mich mit dem Rücken zu den Besuchen in eine Gruppe Wachsfiguren gestellt und auf den nächsten (englischen) Touristen gewartet - mei ist der erschrocken! *wuahahaha* =D
Nach dem Museum hab ich an der großen Moschee erst mal Pause gemacht. Also ich muss schon sagen, der Islam hat durchaus seinen Reiz. Während meiner Pause hab ich es hautnah miterlebt, der Muezin ruft zum Gebet und alle Arbeiter in der Nähe machen ihren Laden zu und gehen hin. Nach 20 Minuten steht man dann in den kühlen Ecken um die Moschee herum und plaudert ein wenig, isst was, trinkt was zusammen und geht nach einer halben Stunde wieder an die Arbeit - das ist mal social life! :-)
Nach der Pause hab ich mich dann wieder auf den Weg zur nächsten Abra-Station gemacht um den Creek zu überqueren. Auf der anderen Seite haben wir direkt neben dem Hafen angelegt - hier kommen unzählige Schiffe aus Indien und den anderen Nachbarländern an. Fast schon unglaublich, dass die mit solchen Nussschalen so weit über das Meer fahren! (Es gibt natürlich auch noch den grooooßen anderen Hafen wo die Luxusdampfer aus dem Rest der Welt anlegen)
Von der Anlegestation aus ging es dann vorbei an den gelöschten Gütern Richtung Spice- und Gold-Suq. Dort kann man keinen Schritt vor den anderen setzen, ohne von einem Händler wegen irgendwas angesprochen zu werden (”Need rolex watch? cheep cheep! just look! just look!”). Sehenswert sind sie trotzdem allemal, die vielen verwinkelten und vollgestellten Gassen mit ihren vielen Gerüchen und den kleinen Imbissen in versteckten Ecken wo man zu Mittag isst.
Danach ging es mit einem Besuch bei einem ehemaligen herrschaftlichen Haus wieder zurück auf die andere Seite des Creeks um dort den Abend mit einer echten, arabischen Shisha ausklingen zu lassen. Schmeckt nicht viel anders als bei uns, hält aber viiiieel länger! Alle 10 Minuten kommt auch ein Angestellter vorbei, bläßt den Topf von unten aus und legt neue, glühende Holzkohlen darauf.
Dann wurde es auch recht schnell dunkel und kühl und ich machte mich auf den Heimweg.
So interessant es ist, für einen Europäer wie mich war es schon erst mal eine Herausforderung in dem heißen Klima mit dem wahnsinnigen Verkehr und der arabischen Mentalität zurecht zu kommen. Man weiß irgendwie nie sorecht woran man bei ihnen ist - sie verziehen nur ganz selten meine Mine und dann zu einem irgendwie unpassenden Zeitpunkt für unsereins. Und dann die ganzen Händler - ich glaube Araber leben nur um zu handeln, da ist es vollkommen egal wieviel Uhr gerade ist, die Läden sind immer offen und jeder der vorbeigeht wird angesprochen und versucht ihm was anzudrehen - sehr anstrengend!
So - am nächsten Tag war ja auch noch Dubai geplant und ich wollte erst eine Wüstentour nach Al Ain machen (soll eine sehr schöne Oase ungefähr eine Stunde von Dubai entfernt sein). Im Hotel wurde mir nach bisschen hin und her dann auch geholfen, bis sich herausstellte, dass sie mir einen Privatführer für 450 Dirham (~90 Euro) besorgen wollten! Das war mir dann doch ein bisschen viel des Guten und so entschloss ich mich am nächsten Tag das Jumeirah-Viertel (Vergnügungsviertel) zu erkunden - jetzt musste ich erst mal ins Bett, hatte wohl doch bisschen viel Sonne erwischt und ganz gut Kopfschmerzen. =)
Anflug auf Dubai
Mittlerweile sitz ich hier in der Morgensonne im australischen Busch, ausserhalb von Brisbane und schreibe was ich bisher erlebt habe. Ich freue mich auf eure Kommentare! =)
Also los geht’s!
Am HPF Würzburg der erste Schock: Der ICE ist total überfüllt - viele Leute stehen und ich hab natürlich keinen Platz reserviert. Doch nachdem ich mich durch den halben Zug gekämpft habe macht mir eine nette Frau im Raucherabteil einen Platz frei - na immerhin!
90 Minuten später schlepp ich meinen Koffer vom Fernbahnhof am Frankfurter Flughafen zum T-CheckIn-Schalter (Schnell-CheckIn) und erfahre, dass der Mitarbeiter vom Emirates schon vor 2 Stunden gegangen ist - also auf ins andere Terminal zum normalen CheckIn.
Dort nach über einer Stunde endlich den Koffer los geworden und meinem Flieger beim Landen und einparken zugesehen.
Am Gate wurde mein großer Treckingrucksack mit seinen fast 12kg nicht mal beachtet (genauso wenig wie vorher die 23,6kg meines Koffers).
Der Flug war leider ein Kooperationsflug von SriLankan und Emirates - von daher total ausgebucht. Mein Sitznachbar, ein sehr netter Inder, meinte dass die Emirates Flüge oft nicht ausgebucht wären und man mit ein wenig Glück gut mal eine ganze Sitzreihe für sich beanspruchen kann - hoffen wir auf das nächste mal. Ausser ein paar intensiven Turbulenzen bei Sizilien waren es ganz entspannte 5:30h - wird halt auf Dauer nur ein bisschen eng - deshalb hab ich auch höchstens eine Stunde geschlafen. =/
Dann plötzlich - nach guten 5 Stunden wird der Horizont taghell - Dubai liegt vor uns. Doch irgendwas stimmt nicht so ganz und beim näher kommen erkennen wir es:
Von Dubai sind nur die Dächer der höchsten Gebäude zu sehen, der Rest liegt unter einer 50 - 100 Meter dicken Nebelschicht! Das was total krass beim Landeanflug - vor allem weil wir uns noch dachten, dass wir aber irgendwie ganz schön schnell da nach unten durchsausen!
Der Pilot hat dann auch durchgestartet (Inder bekommt Krise 2k - ich fand’s lustig =D) und in einer Durchsage gemeint: “Jetzt versuchen wir es gleich nochmal mit Hilfe unserer Instrumente.” - Bitte WAS habt ihr dann gerade eben versucht?!?!
Ich hatte ja eigentlich eine warme, feuchte Wand erwartet wenn ich aus dem Flugzeug steige - feucht war sie, sehr feucht - aber warm?! Das waren keine 10 Grad! Die Fahrt mit den Shuttlebus zum Terminal hat dann auch leicht 20 Minuten gedauert - der Flughafen ist einfach riiiiieeesig! (Nichtsdestotrotz bauen sie ja einen neuen, der noch so viel viiiieeeel größer ist… - unbeschreiblich, der ist dann bald so groß wie Würzburg ;-)).
Beim Verlassen des Terminals will mir ein Taxifahrer die Fahrt in die Stadt für 100 Dirham oder 30 Euro aufschwatzen (ein Euro sind 5 Dirham). Hab mich aber nicht klein kriegen lassen und bin mit einem offiziellen Taxi gefahren - da hat das Ganze dann nur 35 Dirham gekostet.
Bzw. hätte - der Fahrer hat die Uhr kaum waren wir gestanden gleich resetted und 40 Dirham verlangt. Da ich nur einen 50er hatte hat er halt den bekommen - wechseln bzw. Geld rausgeben? *LOL* =)
~8:00 Uhr: Im Hotel erzählt man mir, ich dürfte erst ab 12 Uhr einchecken - aber das geht ja mal gar nicht, ich würde irgendwo in einer Straßenecke wieder aufwachen! ;-)
Also bisschen gejammert und gehandelt und dann hat mich der gnädige Portier in mein Zimmer gelassen (natürlich mit dem dezenten Hinweis auf ein entsprechendes Trinkgeld) - hat er halt auch nochmal 10 Dirham bekommen.
In meinem Zimmer lief die Klimaanlage auf vollen Touren - Ziel: 10 Grad!!! Die haben da wirklich einen totalen Schatten was das angeht - ich natürlich gleich ausgemacht und Fenster aufgerissen, doof nur dass es draussen ja auch nicht gerade warm war…
Eigentlich wollte ich nur kurz schlafen - doch jedesmal wenn der Wecker ging war es einfach unmöglich aufzustehen, so dass sich mein Schlaf bis 11 Uhr hingezogen hat.
11 Uhr - ich wach auf, die Hitze erschlägt mich - ich bin in Dubai!
Arbeiten in Flip-Flops?
Gestern habe ich einen Spiegel Artikel über das “Studieren in Flip-Flops” in Brisbane entdeckt. Zwar nicht genau mein Thema, aber trotzdem sehr interessant. Es klingt ja schon sehr genial, was dort zu lesen ist - allerdings wird es bei meiner Arbeit wohl doch ein bisschen anders laufen (keine Flip-Flops… ;-().

Fleißig war ich auch und habe eine kleine Flug-Karte gebaut (dunkel: Hinflug, hell: Rückflug), damit man einen kleinen Überblick über die Strecke und Städte bekommt die ich mir alle anschauen darf! Als ich am Wochenende auf die Wetterdaten von Dubai geschaut habe, bin ich fast vom Stuhl gefallen - Nachmittags noch 46 Grad - und das bei einer tödlich hohen Luftfeuchtigkeit - mal schauen wie gut ich die zwei Tage überstehen werde!
Und noch eine tolle Neuigkeit gibt es: Sascha Funk, ein Kommilitone von mir geht genauso lange wie ich nach Australien (Sydney - also quasi fast in der Nachbarschaft ;-)) und möchte dann auch gute sechs Wochen das Land erkunden. Schau mer mal - besuchen muss ich ihn auf jeden Fall! Seinen Blog habe ich natürlich auch gleich verlinkt.
So - jetzt muss aber wieder etwas für die letzte Prüfung am Mittwoch gelernt werden - Australien lenkt doch eindeutig zu viel vom noch wesentlichen ab! Ich will los - jetzt - SOFORT! :-)
Der Kampf ums Visum
heieiei…
heute kam endlich die Benachrichtigung: Der Reisepass ist da! - also gleich durch den Sturm gestapft und das Ding abgeholt (für 37,50€ fast geschenkt), und hier vor die Kiste geklemmt um das Visum zu beantragen.
Natürlich mit den gleichen Problemen wie schon beim anschauen vor ein paar Wochen: Ein bisschen N/A auf der Seite hier, ein bisschen Timeout im ganzen Portal da. Also habe ich meine Daten insgesamt gut 5-6 mal eingegeben - aber gut, das Ganze macht ja Spass…
Denn ist ist schon ganz nett, was man da zum Beispiel so auswählen kann: Demnach könnte ich nun ein Staatsbürger der Deutschen Demokratischen Republik sein, der schonmal ‘from a country removed or deported’ wurde und auch schon mit ‘commission of war crimes or crimes against humanity or human rights involved’ war… sozusagen. ;-)
Sehr fortschrittlich (mehr oder weniger) übrigens auch, dass schwangere Männer vom System ebenso geduldet werden wie Kleinkinder, die einer militärischen Spezialeinheit angehören (man kann sogar auswählen, dass man gut mit Sprengstoff oder Waffen, etc. umgehen kann).
Fazit: Herrlich!
Na dann warte ich mal, was (und v.a. bis wann) nun so auf mich zu kommt…
Nachtrag: Ich bin sprachlos! Beantragt habe ich das Visum heute um 14:00 Uhr und um 17:34 Uhr kam schon die “Visa Grant Notification”! (d.h. da sitzt jemand zwischen 21:00 und 2:30 Uhr Nachts zu australischer Zeit und arbeitet?!)
Los geht’s…
Trotz der vielen Arbeit die ich dank der anstehenden Prüfungen eigentlich habe, musste ich doch heute Nacht noch das System hier fertig bauen - und darum auch jetzt schon der erste Eintrag.
Am 24. Februar soll es also losgehen - nach Brisbane, Australien um dort ein halbes Jahr lang im Praxissemester bei Thiess (Hochtief Australien) zu arbeiten.
Um den langen Flug auch richtig auszunutzen habe ich natürlich mit Stop-Over geplant - und so sieht’s aus:
Am 24.2. geht’s mit Emirates Airlines nach Dubai, wo ich 2x übernachten werde, am 27. geht’s dann weiter nach Brisbane. Im Reisebüro wurde mir gesagt, dass es in Dubai eigentlich keine wirklichen Sehenswürdigkeiten wie bei uns gibt, naja - wahrscheinlich ist einfach alles “sehenswürdig”. Und zur Not könnte ich ja auch 24/7 shoppen… ;-)
Der Rückflug ist übrigens auch schon gebucht: Am 15.9. geht’s in Brisbane Richtung Singapur los (Ankunft in Singapur um 1:50 Uhr nachts). Dort wieder 2 Nächte und weiter geht’s um 3:00 Uhr frühs nach Dubai, wo ich um 6 Uhr umsteigen muss. (7 Stunden Flug von Singapur nach Dubai, aber nur 3 Stunden verloren - sehr verwirrend das Ganze! *g*). Das werden sicher nochmal 3 harte Tage - aber man muss ja alles mitnehmen! Auf jeden Fall werde ich am 18.9. wieder in Würzburg aufschlagen, meinen Jetlag verschlafen und ein paar Tage später dann auch gleich wieder in der FH antreten dürfen.
Bis dahin gibt’s aber auch noch eine Menge zu organisieren: Warten auf den Reisepass, damit dann Visum beantragen, internationalen Führerschein und Studentenausweis, Wohnung, ein sinnvolles Konto, Steuernummer, Krankenversicherung und und und - die Excel-Liste ist schier unendlich =/
Aber glücklicherweise habe ich eine gaaaaaanz liebe Bekannte in Australien die mir hilft wo sie nur kann - DANKE!!! :-)
Ich kann auf jeden Fall kaum noch erwarten, dass es endlich los geht…
