Von den Whitsundays zurück nach Brisbane
Los ging es am 5.8. früh morgens mit meinem Europcar Leihwagen Richtung Rockhampton. Auf dem Weg ein kurzer Stop in Mackay - eine typische Countrystadt, nicht wirklich sehenswert. Dann weiter den Highway entlang nach Süden, weiterer Zwischenstop an einem total verlassenen Strand - nur ein kleiner Campingplatz beherbergt ein paar Menschen.
Total genial Fahrt den Highway entlang im Sonnenuntergang - geniale Farben in der Landschaft!
In Rockhampton dann eeewig ein Hostel gesucht - war aber auch wirklich fies versteckt das YHA!
Rockhampton ist eine etwas größere Countrystadt, Frühstück am Fluss und ein kurzer Blick auf alte Häuser aus der Besiedlungsepoche (sehr herrenschaftlich). Dann weiter nach Gladstone, wo die Tour durch die größte Aluminiumraffinerie der Erde leider schon seit 3 Tagen ausgebucht war. :-( Immerhin konnte ich einen Blick vom Besucherhügel werfen - waaahnsinn! Das Ding ist wirklich riesig! Überall Förderbänder, Pipelines, Schiffe… Dreck… krass…!
Hier habe ich in der Touriinfo (die ist in Australien wirklich einsame Klasse!) von einer alten Dame den Tip bekommen, doch den kleinen Strand bei Tannum Sands als Mittagspause zu besuchen. Gesagt, getan und schwupps saß ich fast alleine an einem preisgekrönten, etwas abseits gelegnen Strand - woohoo, that’s life! :-D
Von hier ging es am 6.8. weiter nach Agnes Water und Town of 1770. Wie der Name schon sagt wurde Australien hier im Jahre 1770 von Captain Cook entdeckt. Zeitlich habe ich es sogar gerade noch geschafft, vom Cook’schen Anlandungs-Aussichtspunkt aus den Sonnenuntergang zu genießen.
Die Nacht habe ich im bisher besten Hostel verbracht - das Southern Cross in Anges Water ist wirklich der Wahnsinn! Die Anlage mit einigen Bungalows, Park und Gemeinschaftsbereich mit Pool, Billiard, TV, etc. erinnert eher an ein 4 Sterne Ressort, als an ein Backpacker Hostel.
Am nächsten Morgen dann ein Rundflug über die Landschaft in einer kleinen Cessna, 3 Passagiere und der Pilot. Inklusive Zwischenlandung an der Beach einer Halbinsel und Austern direkt vom Fels. Der Pilot hat auf dem Flug einige Kunststücke gemacht (Rollen, Sturzflüge, Halbe Loopings, etc..) - mir war ja sooooo schlecht - aber geil war’s! Durfte sogar knappe 10 Minuten lang selber Fliegen (”Hier, nimm das Steuer in die Hand und mach mal… geiles Feeling oder, mate?”) - seeeehr cool! :D
Danach Zwischenstop in Bundaberg und Besichtigung der Bundaberg-Rum Destillery - eine feine Sache (… die Probe ;-)).
Das Ziel des Tages war Harvey Bay, wo ich nach Ankunft im Hostel gleich meine 3 folgenden Tage gebucht habe:
Eine Self-Drive Safari auf Fraser Island - hier gibt es nur Sandstraßen und Dschungel (es ist die größte Sandinsel der Welt).
Unsere Gruppe bestand aus 3 4-Wheel-Drives mit jeweils 8 Personen. Haben alle super Zusammengepasst und hatten 3 tolle Tage!
Haben natürlich die wichtigstens Sehenswürdigekeiten abgeklappert wie Lake McKenzie, Lake Wabbie, Champain Pools und diverse Lookouts. Zu sehen waren Goanas (= große Echsen), Haie, Rochen, Wale und meist zu spät: Dingos…
Die Wildhunde klauen wirklich alles, was nicht im Auto verräumt ist! - Leider auch unser Grillfleisch für den zweiten Abend… ;-(
Gestern (10.8.) ging es dann wieder zurück auf’s Festland - sind in der 24-Mann-Gruppe dann noch bei einem Chinesen All-You-Can-Eat eingefallen (die waren vll. fertig als wir gegangen sind *harhar*) und heute ging es dann wieder zurück nach Brisbane.
So - das war meine Self-Drive Ostküstentour. Leider fehlt mir die Zeit um wirklich alle tollen Sachen die ich so erlebt und gesehen habe zu schildern denn morgen früh (sehr früh…) geht’s weiter für eine Woche nach Fiji und bis dahin hab ich noch soooo viel zu erledigen.
Auf jeden Fall hat sich das selber fahren absolut gelohnt (wenn auch vergleichsweise ziemlich teuer) - die Mobilität und extra Ziele die man anfahren kann, abseits von allen anderen Backpackern waren das Geld auf jeden Fall wert! :)
Update:
- Insgesamt rund 1350 km gefahren
- Unterwasserkamera Bilder müssen noch entwickelt werden
- Ein Paar Fotos hochgeladen: Ostküstentour
Segeln um die Whitsundays
Gerade eben bin ich von 3 Tagen Segeln um die Whitsunday Islands wieder an Land gefallen - natuerlich wiegt sich jetzt sogar das Land hin und her und mir ist noch ganz schwindelig. Aber fangen wir von vorne an…
1.8.
Mein Housemate Boris hat Geburtstag und wir fuehren ihn zum Fruehstueck in Brisbane aus (natuerlich mit Weissbier).
Angetrunken fall ich um 12:55 in das Flugzeug Richtung Airlie Beach, wir landen ausserhalb mitten im Busch und fahren 30 Minuten nach Airlie Beach wo ich jetzt auch am Computer sitze.
Dann nurnoch einchecken, Sonnenuntergang am Strand, Abendessen und vorbereiten fuer den naechsten Morgen
2.8.
10:00 Uhr, nach einigen Formaltitaeten betreten wir die Matador - unser Heim fuer die naechsten 3 Tage.
Das Schiff ist ein Rennsegler von 1991 und hat viele Regattas gewonnen. Der Tag faengt auch schon sehr gut an: Wir segeln zu einer Insel mit Vorgelagerter Sandbank und haben dort unseren Introduction Dive. Meine ersten 12 Minuten atmend unter Wasser - toootaaaal komisch wenn man das das erste mal macht! Aber absolut atemberaubend: Die vielen Farben der Korallen und Fische ueberall - waaahnsinn! Danach ging es segelnd weiter in eine Buch in der wir ueber Nacht Schutz gesucht haben (Schoener als Herr der Ringe…)
3.8.
Auf geht’s zu Whiteheaven Beach (das wovon man ueberall Fotos sieht). Die Beach hat 99% reinen Silikatsand - die Sonne kann noch so drauf bruellen, man verbrennt sich einfach nicht die Fuesse. Wir durften dort 90 Minuten Zeit verbringen um danach noch auf den Auskuckspunkt zu gehen - total genial schoen! Hunderte Rochen und andere Fische unter uns im Wasser!
Danach ging es weiter zu einer sehr kleinen Insel die man nur anfahren darf, wenn auf dem Boot weniger als 14 Leute sind.
Obwohl unser Boot fuer 33 Leute ausgelegt ist waren wir aber nur 8 + 5 Crew - genial! (viel Platz hehe)
Dort waren die Korallen kaum beschaedigt - wiedermal aaaabsolut genial! (35 Minuten lang 12 Meter tief getaucht)
Auf dem Weg zu unserer naechsten Uebernachtungsbucht haben wir noch Wale im Sonnenuntergang getroffen und mehrere riesige (!) Seeadler vor unserem Boot gefuettert - die haben Kraft…!
4.8.
40 Minuten Tauchen in der Bucht in der wir uebernachtet haben - ich habe in meinem Leben noch nicht so viele Fische gesehen! (Wir nicht umsonst auch “Fishtank” genannt) Wir haben uns einfach auf den Boden gekniet und man hat keine Korallen vor Fischen mehr gesehen. Beim weitertauchen sind dann zwei Fischschulen mit uns mitgeschwommen - das ist mal ein ‘fischiges’ Gefuehl! ;-)
Ein weiteres Highlight war auch das Tauchen durch eine Unterwasserschlucht und eine 1,5 Meter lange Monstermuschel am Ende.
Danach sind wir ganz gemuetlich (mit Motor, weil mal ueberhaupt kein Lueftchen) zurueck in den Hafen ‘gesegelt’.
Tja… und jetzt wankt hier noch alles, wir haben seeehr viel Sonne abbekommen und es war einfach nur suuuuper genial! Kann ich wirklich nur empfehlen (und von traeumen!).
Ich hab jetzt sooo viele Details und tolle Sachen vergessen zu erwaehnen (z.B. dass heute 2 Wale synchron 40 Meter vor unserem Boot gesprungen sind, oder dass kleine Rennen das wir mit einem anderen Segelboot hatten, oder die riessigen Schildkroeten und Monsterfische, oder die Delfine, oder… waahh ;-)) - hoffen wir einfach, dass meine Unterwasserbilder einigermassen was geworden sind! ;-)
So langsam wird’s Zeit - wir treffen uns gleich fuer einen Abschlusstrunk in einem grossen Backpacker Hostel/Bar/Disco-thingy (Insider, sorry ;-))
Der letzte Arbeitstag
… es ist 7:36 Uhr, ich müsste mich so langsam auf dem Weg zum Bus machen um meinen letzten Arbeitstag zu beginnen.
Aber irgendwie geht das jetzt noch nicht… uah…
Die Story: Gestern nach dem Simpsons Movie (seeeeeehr genial! =D) mit Glenn noch ein Bier trinken gegangen, dabei natürlich verquatscht und dann durch den Park Richtung Cultural Centre am Theater vorbei zum Bus gegangen.
Am Theater werden wir von zwei Damen angesprochen: “Hey Guys! Freie Drinks und Häppsche! Wir haben leider keine Zeit, geht ihr doch mit unseren Karten auf die Dachterasse des Theaters!” - das erste mal hatten wir noch dankend abgelehnt, doch beim zweiten mal dachten wir uns - warum eigentlich nicht?
Nunja - so sind wir also auf der Nachfeier der Vernissage von Miss Saigon in Brisbane gelandet, ohne auch nur den Hauch einer Ahnung über das Theaterstück zu haben. Ich natürlich noch im Business Dress, von daher nicht so wirklich aufgefallen (mal vom Rucksack abgesehen ;-)) und schön in die Menge gestellt. Dann gab’s also alles was das Studentenherz höher schlagen lässt… und natürlich, wie kaum anders zu erwarten bin ich beim seeehr guten Rotwein hängen geblieben. Das ist einfach viel zu krass, wenn da alle paar Minuten einer vorbeikommt und nachgießt - und dann noch die Häppsche… wuaaaahhhhh - geil! =D
Als sich Menge auf der Terasse (geiler Blick über Brissie!) etwas lichtete hat uns sogar noch ein Darsteller angesprochen (er hat in Bremen als Programmierer gearbeitet bevor er ‘ein neues Leben studiert hat’). Nunja, so haben wir uns dann noch mit den Darstellern verquatscht (”Ohhh, der mit dem Bart und dem hohen Hut, oder der links daneben? AAaaaach - DEEEER!!! Ja DAAAS war echt cool!!!” - an dieser Stelle sei ein Lesetipp erwähnt: “Kein Applaus für Podmanitzki - Ephraim Kishon” ;-))
Wie auch immer… nun haben wir die Handynummer von irgend einem Hauptdarsteller, Glenn wurde immer wieder mit einem anderen Hauptdarsteller verwechselt und von vielen (sehr wichtig aussehenden), alten Herren gehuldigt.
So - mein großes Katerfrühstück ist auch beendet - Zeit für den letzten Arbeitstag…
Einige meiner Pappenheimer werden mir ja schon wirklich sehr fehlen… =/
Ab morgen dann Rumreisen und noch unregelmäßigere Blogeinträge… sorry… ;-(
Koalas, Kangoos, Strand, Sonne, Meer, Wale…
Die vorletzte Arbeitswoche ist rum und die Arbeit stapelt sich noch auf meinem Schreibtisch.
Darum jetzt nur ein kurzer Überblick was in der freien Zeit der letzten Wochen alles tolles passiert ist - Fotos werden nachgereicht, versprochen!
Vor zwei Wochen war ich im Long Pine Koala Sanctuary, einem kleinen Zoo mit haufenweise Koalas, Kanguruhs und anderem australischem Getier. Sehr nette Sache!
Letztes Wochenende ging es an die Gold Coast (da wo die ganzen Hochhäuser stehen).
Unter anderem waren wir auf dem höchsten Wohnhochhaus der Welt (und dem höchsten Hochhaus der südlichen Hemisphäre). Den Rekord als Haus mit dem schnellsten Lift hat das Gebäude übrigens auch noch inne (und ja, die 80 Level vergehen im wahrsten Sinne wie im Fluge!).
Ansonsten hatten wir einen wunderschönen Strand(Sams)tag (Beachvolley am Pazifik-Strand - DAS ist Winter!! =D =D), am Sonntag ging es raus auf’s Meer zum Whale watching.
Es ist einfach nur atemberaubend genial, diese großen Tiere so nah zu erleben! Über was für eine Kraft die sonst doch eher gemütlich daherschwimmenden Tiere verfügen wurde uns auch beeindruckend demonstriert: Sie sind direkt neben unserem Boot gesprungen… - einfach nur Wahnsinn! :-)
Morgen geht’s nochmal nach Stradbroke Island - freu mich schon total auf das Meer! :-)
Nächsten Dienstag darf ich dann meine Arbeit meiner Arbeitsgruppe und den großen Bossen präsentieren, Freitag gibt’s ein Abschiedsessen mit meinen Kollegen.
Die Zeit rennt… sie rennt und rennt immer schneller… wirklich ein doofes Ding, diese Zeit! ;-)
Improve your English…
Das, was jeder Deutsche hier mit als erstes in seinem Mailfach finden wird…
Water Restrictions Level 5
… das bedeutet, jeder Haushalt darf nurnoch 160 Liter Wasser am Tag verbrauchen. So soll man seine Dusche z.B. auf vier Minuten beschränken wozu auch Plastiksanduhren in den Briefkästen verteilt wurden.
Wenn man über den Grenzwert kommt kann man abgemahnt werden (was quasi nicht geschieht). So sollen jetzt private Haushalte, die am Tag mehr als 900 (!) Liter Wasser verbrauchen (Deutschland ist der Schnitt wohl so bei 140 Liter am Tag) zur Rechenschaft gezogen werden. D.h. sie sollen begründen was da los ist. Das Ganze wird übrigens von einer Wasser-Polizei überwacht, die Leute zur Rechenschaft zieht die mit Leitungswasser gießen oder halt einfach zu viel verbrauchen (drum hängen jetzt auch an jeder Ecke Schilder “Rainwater in use”)
Ach - und auf die Idee das Wasser ein bisschen teurer zu machen ist hier bisher auch noch keiner gekommen (so von wegen Selbstregulierung oder so…) - Wasser-Wiederaufbereitungsanlagen (sprich Kläranlagen) sind hier übrigens auch noch nicht so verbreitet, wie man das in einem Land wo es überall an Wasser mangelt vermuten würde.
Nunja - aber wie komm ich gerade jetzt auf das Thema? Ganz einfach: Heute morgen gab es einen Artikel in einer Zeitung wo die schlimmsten privaten Haushalte in Sachen täglichem Wasserverbrauch aufgelistet wurden.
‘Sieger’ Nummer 1: Über 33.000 Liter Wasser am Tag… Dreiunddreißigtausend Liter am Tag (!!!) - ich wiederhole: Ein PRIVATER HAUSHALT
Nummer 2 liegt dann irgendwo bei 25.000 Litern Wasser am Tag…
Wundert sich da noch einer?! Also ich mich nicht… take your head, bang it on the table…
Travel plans…
Mittlerweile ist ja allerhöchste Zeit, meine abschließende Rundreise zu planen - drum schnell ein paar Fakten:
- Arbeiten noch bis Ende Juli
- Anfang August zwei Wochen die Ostküste Australiens nach Norden hinauf
- Eine Woche Fiji
- Dann geht’s für eine Woche ins Rote Zentrum und von da in den Süden nach Adelaide und Melbourne
- Von Melbourne für zwei Wochen direkt nach Neuseeland wo ich mit Fabian einen Camper mieten werde
- Nach Neuseeland hab ich noch knapp 2 Tage in Brisbane, bevor es mit einem Stopover in Singapur wieder zurück geht
Es ist einfach nur erschreckend, wie schnell die Zeit plötzlich verfliegt! Ich würde liebend gerne vor der Uhr stehen und die Zeit einfach anhalten… aber irgendwie macht die da nicht mit… fies! ;-)
Der Turm zu Babel
Gestern sind wir in der Arbeit irgendwie auf Musik und Filme zu sprechen gekommen, wobei ich gefragt wurde: “Du, Georg, sag mal - schaust du die Filme daheim eigentlich auf Englisch oder auf Deutsch an?” - naja… die Frage ist ja nicht sooo bemerkenswert, also schön erklärt wie das mit den Filmen so läuft daheim.
Die nächste (mehr oder weniger naheliegende) Frage war dann: “Und wie ist das mit Musik? Wird die auch übersetzt?”
Jeah! Robbie Williams singt immer auf Deutsch - wusstest du das nicht? ;-)
A propos Deutsch: Meine Großcousine hat erzählt dass sie sich ganz normal auf Deutsch unterhalten hat, voraufhin sie von einem Amerikaner gefragt wurde a) auf welcher Sprache sie redet und b) ob sie sich gerade sehr gestritten hätten…
Bowling
Genial! Mittwoch Abend sind wir in einer sehr grossen Runde Bowlen gegangen. Total cool! Die Bahn super genial beleuchtet mit Schwarzlicht, dazu Beamer und Lichtspiele ueberall. Und das auch noch sehr billig - man durfte um seinen Preis wuerfeln - mit ein bisschen Glueck natuerlich sehr fein! ;-)
Gleiches Bowlevorgehen wie immer: Beim ersten Wurf klaeglich dabei gescheitert die Kugel eine Kurve fahren/rollen/fliegen (??) zu lassen und beim Zweiten dann einigermassen erfolgreich gekegelt.
Aber das Highlight diesmal: Mitten auf der Bahn von einer Sekunde auf die andere hammer Nasenbluten bekommen…
“Mwuahahah, schaut mal! Georg hat sich die Kugel ins Gesicht geworfen! Wuahahahah!!” … alle doof! ;-(
Wie auch immer - von dem Bahndesign koennen sich die Europaer doch nochwas abschauen! =)
