Ausflüge
Vier Tage Sydney
Gestern Abend bin ich wieder aus Sydney gekommen. Groooooooße Stadt! (Mit dem Zug eine Stunde bis zur Stadtgrenze) Leider hatten wir bis auf Ostermontag immer wieder kleine Schauer zwischendrin, so dass auch die Sicht nicht immer vom besten war.
Muss jetzt aber gleich los zur Arbeit, darum nur eine kleine Liste der ‘Sehenswürdigkeiten’ die wir besucht haben - Details (900 Fotos und Filme stehen bereit =D) folgen später.
Und los geht’s:
Karfreitag
Ich war schon recht zeitig am Flughafen und habe dort einen Amerikaner kennen gelernt (”Ja klar findest du hier keinen Amerikaner der Bush gewählt hat. Die, die Bush gewählt haben reisen doch nicht durch die Welt! Die sitzen dumm und fett in ihrem Sofa daheim und wissen überhaupt nichts!” - wo er recht hat…)
Der Hinflug war wunderbar (über den Wolken), knapp über eine Stunde und mit ein bisschen Verspätung (Brisbane eben: Nur nicht stressen lassen - immer mit der Ruhe!). Danke an Kenneth, der mir den Tipp gab auf der Linken Fensterseite einen Platz zu reservieren. So hatte ich kurz vor der Landung den perfekten Blick über die Harbour Bridge, die Oper und die Innenstadt Sydneys.
Nachdem ich meinen Rucksack im Hostel (direkt an der “Central Station” gelegen) etwas entleert hatte, sind wir quer durch die Innenstadt Richtung Darling Harbour und weiter auf die Harbour Bridge gelaufen, von wo man einen wunderschönen Ausblick auf die Oper und die Innenstadt hat. Danach ist dann Sascha zu uns gestossen, wir haben die Oper aus der Nähe begutachtet und uns dann zum Abendessen Richtung Darling Harbour aufgemacht. So nah wie dort war mir bisher noch kein Känguruh! =D
Medium rare, sehr zart und wirklich sehr wohlschmeckend! =)
Leider hat es immer wieder (mitunter auch stärker) geregnet, weshalb wir uns dann todmüde in unser Hostel zurück gezogen haben.
Samstag
Los ging unsere heutige Tour nach dem Frühstück durch den Regen beim “Queen Victoria Building” (QVB), einer Einkaufsmall. Sehr nett, hat einen gewissen, alten, englischen Charme. Ansonsten natürlich überhaupt nicht mit den Einkaufszentren in Dubai zu vergleichen.
Von hier aus ging es weiter ins Schifffahrtsmuseum (Darling Harbour). Dieses wird - so hatte ich den Eindruck - von einem Verein und vielen passionierten Sammlern geführt. Denn der Eintritt ist frei und alle Exponate und Ausstellungen sind mit größter Sorgfalt und Liebe hergerichtet. Dort gab es unter Anderem auch alte Rettungsschwimmeranzüge und einen Haibiss zu sehen.
Hier stiess auch Sascha wieder zu uns und da sich das Wetter immer noch nicht wesentlich bessern wollte, beschlossen wir ins “Wildlife” zu gehen. Hier reihen sich nachtaktive Tiere, Känguruhs und Koalas neben den giftigsten Spinnen und anderen Insekten Australiens ein.
Da wir im Wildlife einen “3-Attractions-Pass” erstanden hatten, mussten wir in der wahnsinnig langen Schlange vor dem Aquarium nicht anstehen, sondern durften einen Seiteneingang betreten. *haha* ;-)
Hier konnte man eines der gefährlichen Salties Australiens, ebenso wie Haie, Seesterne und Clownfische (Nemo!!!) bestaunen.
Die dritte Attraktion im Bunde war der Sydney Tower, ein großer Turm von dem aus man die ganze, riesige Stadt bestaunen kann. (Panorama) Dort habe ich auch etwas gesehen, was man - wenn überhaupt - wohl nur einmal im Leben sehen darf: Einen Regenkreis! (Leider ist die Qualität des Videos ziemlich schlecht =()
Den glorreichen Abschluss des Tages erlebten wir im Löwenbräu-Keller! Endlich mal wieder ein g’scheiter Krustenbraten und a g’scheite Mass Bier! Dazu natürlich die bierkellertypische Musik und viele Australier, Chinesen und andere Touristen - ein wahrliches Spektakel! =D
Ostersonntag
Gleich frühs ging es los in die “Blue Mountains” (Panorama 1, Panorama 2), einem weltberühmter Canyon der seinesgleichen sucht! Sie liegen etwas über zwei Zug-Stunden (davon allein eine Stunde bis man aus Monster-Sydney draussen ist) im Landesinneren. Mir fehlen immer noch die Worte um zu beschreiben was man hier sieht - darum lass ich einfach die Bilder in der Gallerie sprechen.
Ich glaube ich habe selten eine schönere Landschaft gesehen (auch wenn hier leider doch schon einige viele Touristen-Autobahnen angelegt sind). =)
Leider war das Wetter nicht vom besten, es war sehr bedeckt und hat immer wieder mal ein paar Tropfen geregnet - was meiner Begeisterung aber keinerlei Abbruch getan hat. Dadurch waren nur weniger Touris unterwegs und wir konnten die Ausblicke entspannter genießen. Durch den Regen wurden die “Touri-Autobahnen” allerdings stellenweise schon arg überschwemmt, was Susanne mal gar nicht gefallen hat. Ich für meinen Teil fand’s sehr genial irgendwie diesen Hindernisparcours überwinden zu dürfen (jaja - ich hab ja auch viiiieeeel längere Beine… *g*).
Um 19:30 Uhr waren wir wieder zurück in Sydney, haben Sascha mit zum Chinesen in Chinatown geschleppt und haben dann noch einen ausgedehnten Spaziergang gemacht: Einfach genial, Sydney bei Nacht!
Ostermontag
Frühs sind wir gleich zur Oper marschiert und haben die letzten zwei Plätze für die erste Führung um 9 Uhr erwischt. Diese war sehr interessant, mir fehlt jedoch die Zeit hier jetzt die gesamte Geschichte nieder zu schreiben. Einige Fakten gibt es bei Wikipedia. Wir durften sogar Fotos im großen Konzertsaal machen (normalerweise verboten) und haben z.B. erfahren, dass allein der Wert des Grundes in diesem Stadtteil 130 Millionen $ beträgt - da zieht’s einem die Schuhe aus!
Nach dem anschließenden Frühstück drehten wir noch eine kleine Runde durch den Botanischen Garten (Panorama) in dem zig tausenden Flughunde leben. Deren Gekreische ist schon ziemlich scary muss ich sagen…
Dann kamen wir auf die glorreiche Idee, mit der Fähre nach Darling Harbour zu fahren. Die Fahrt an sich war wirklich sehr nett (Ausblick) - aber bis wir (neben unzähligen anderen Touris) endlich auf der Fähre waren und es endlich losging verging fast eine Stunde!
Am Ziel haben wir den “Chinesischen Garten der Freundschaft” (angeblich der größte chinesische Garten ausserhalb Chinas) besucht. Meiner Meinung nach eine 100%-ige Touristenfalle. Das Ding ist nett - mehr aber wirklich nicht, es ist nicht mal groß. Und dafür dann auch noch Eintritt zu verlangen find ich wirklich frech!
Aber da wir ja schon eine Tourifalle enttarnt hatten, haben Sascha und ich gleich noch eine Runde in der Monorailbahn gedreht. Diese hat eigentlich keinen wirklichen, verkehrstechnischen Sinn - man kann auch zu Fuss alle Stationen locker in 15 Minuten erreichen und soooo viel sehen tut man von ihr aus auch nicht. Aber für uns alte GTA-Spieler (”Grand Theft Auto” - ein altes Computerspiel) musste diese Rundefahrt natürlich schon sein! ;-)
Nach einer weiteren entspannten, sonnigen Stunde (Ostermontag war das Wetter wirklich 1A!) am Wasser des Darling Harbour musste ich mich leider, leider auch schon wieder auf dem Weg zum Flughafen machen.
Auf dem Rückflug hab ich übrigens eine Studentin aus Südafrika kennen gelernt, die für die Australische Regierung, Abteilung Human Ressources arbeitet - auch sehr interessant! (Ich glaube hier ist es einfach unmöglich wohin zu fliegen ohne dass man jemanden kennen lernt - aber das ist auch irgendwie ziemlich toll so! =))
Zum Schluss ein kleines Sorry für meinen etwas langweiligen Schreibstil, aber morgen steht mein Umzug an und ich habe noch sooooo viel zu tun! =)
Und was natürlich ganz wichtig ist: Ein gaaaanz großes Dankeschön an unseren 5-Sterne-Führer Sascha. Es waren wirklich vier tolle Tage! =)
Mount Coot-tha und Botanischer Garten
Das Wochenende ist um, es gibt wieder was zu erzählen! =)
Freitag haben wir einen ganz entspannten “Die Siedler von Catan”-Abend gemacht und ich hab natürlich allen gezeigt, wie man das in Würzburg so spielt - jetzt wollen sie nicht mehr mit mir spielen… ;-(
Am Samstag bin ich dann losgezogen und habe Mount Coot-tha besucht. Das ist ein größerer Hügel direkt an der Stadtgrenze (kann man wunderbar mit dem Bus hinfahren), von dem man einen super genialen Ausblick auf die Stadt hat. Leider hat es immer wieder geregnet, weshalb die Sicht nicht so berauschend war. Das hat mich jedoch nicht davon abgehalten, da oben noch eine Runde zu laufen: Echt doof, wenn ein Wegweiser fehlt und aus der angepeilten 4km-Tour eine 8-9km-Tour wird (bei Mittagshitze und immer wieder einsetzendem Regen).
Hat sich aber trotzdem gelohnt, denn so hab ich krasse Bäume entdeckt die am Stumpf total verkohlt waren und deren Rinde sich ganz einfach abrubbeln lässt - total krass! =D
Nach der Tour bin ich zum Fuße des Berges gefahren - hier liegt der Botanische Garten. Wirklich sehenswert, sehr schöne Auswahl aller möglicher Pflanzen und total viele Papageien und andere Tiere unterwegs.
Gestern war die Arbeit auch ganz nett - ich habe alle Desktop-Pcs, Notebooks, Bildschirme (alt/neu), Drucker, Kopierer, etc. im ganzen Gebäude gezählt. So bin ich endlich mal wirklich überall hin gekommen und konnte sehen was in den einzelnen Abteilungen so los ist. Seite heute werte ich die Zahlen aus, schauen wir mal wo man da alles optimieren kann: Statistiken… meeehr Statistiken!!! =D
Gipfelstürmer: Mount Warning
Gerade ging wie immer, kurz bevor die Sonne über den Hügel kommt, mein Wecker - heute schaff ich es aber vielleicht sogar noch etwas über mein Wochenende zu erzählen.
Freitag Abend war nicht sehr viel los - ich bin mit Kenneth (Arbeitskollege) direkt nach der Arbeit auf der Dachterrasse eines Pubs gesessen, wir haben uns zwei Bier genehmigt und sind dann auch schon wieder heim gefahren - immerhin kündigten sich große Dinge an und man will ja vorbereitet sein!
Samstag morgen (St. Patrick’s Day) war 8 Uhr Treffpunkt vor Thiess, und dann ging es los in den Süden - fast 2 Stunden lang auf dem Highway zum Mount Warning (welch ein heroischer Name! =D) - der einzige Hügel, der in der näheren Umgebung die Bezeichnung “Berg” verdient. (Und er verdient es - wirklich!)
Auf dem Hinweg konnte man fast den Tegernsee hinter einigen Ecken erwarten (bayerische Kühe - hier?!), wir hatten uns aber nicht verfahren und so begann der Aufstieg gegen 10:30 Uhr - es war schon ganz angenehm warm (ich hab in meinem Leben noch nicht so geschwitzt!)
Mt Warning ist ein alter Vulkan - d.h. was von ihm übrig geblieben ist. Im Prinzip steht nurnoch der Schlot (weil aus festerem Gestein), der Rest des Vulkanberges wurde wegerrodiert, was natürlich einen im Umfang relativ kleinen, aber hohen und steilen Berg zur Folge hat. Quelle: Ein Filmteam, das fast kollabierend seine Ausrüstung den Berg hinaufhievte um ein paar Sekunden Material für einen National Geographic Film zu drehen. ;-P
Zum Glück ist Mount Warning sehr dicht mit Regenwald bewachsen (was dem Wanderer seeehr entgegen kommt) - nur die letzten 100 Höhenmeter gehen Klettersteigmäßig nach oben. Ein Highlight: Der gemeine Hasenbaum, der einen Haken im Wachstum schlägt. =D
Leider waren an diesem Tag doch einige Leute auf dem Berg unterwegs, so dass nicht viele Tiere zu sehen waren (Die dicke Zwei-Meter-Schlange die von Leuten aus unserer Gruppe kurz gesehen wurde hab ich ‘leider’ verpasst). Aber nichtsdestotrotz machen die Fauna und die sich immer wieder öffnenden Ausblicke sind unglaublich genial und machen die Plagerei mehr als wett!
Auf dem Gipfel gab’s dann lunch - eine andere große, deutsche Reisegruppe (anscheinend sind wir prädestiniert dafür an sehr heissen Tagen solche Touren zu gehen *g*) - und einen absolut genialen Ausblick:
(Weitere Bilder gibt’s in der Gallerie)
Nach dem kniezermürbenden Abstieg durfte ich auf dem Rückweg noch das höchste Wohnhaus der südlichen Hemisphäre bewundern (naja - soooo toll wie es klingt ist es nicht wirklich).
Und - wir waren sogar Fisch essen! Hatte eine Box mit einem Allerlei mit Pommes, was auch alles sehr gut war (Krabbengetier) - nur das Fischfilet *woahr* sowas geht einfach mal gar nicht! :-)
Doch das eigentliche Highlight: Ich war das erste mal im Pazifik!!! =D =D =D
(zu mehr hat die Zeit - und Uhrzeit - leider nicht mehr gereicht…)
Eigentlich wollten wir dann noch in die Stadt schauen (wie gesagt: St. Patricks Day) - aber nach dem Duschen um 22:30 Uhr ging einfach nichts mehr - total ausgepowert. (mal davon abgesehen, dass hier Feiern ja nicht so lange gehen wie in Europa :-))
Das holten wir aber am nächsten Morgen mit einem sehr genialen Weisswurstfrühstück und echtem Weissbier bei Kenneth nach!
Tja, und gestern Abend war ich seit langem mal wieder Indoor-klettern - seeehr genial, und mit dem kleinen Wandermuskelkater in den Beinen eine nette Herausforderung. ;-D
