Oktober, 2007
Fiji – die Story
Nachdem ich meinen linken Zeigefinger nun wieder einigermaßen bewegen kann, fang ich doch gleich mal mit Fiji an.
Vom 12.8. bis 19.8. bin ich also mit Fabian und Torben nach Fiji geflogen um dort vom stressigen Packpacking zu entspannen! ;-)
Der Hinflug hielt auch schon das erste Highlight bereit, als die Stewardessen vor der Landung plötzlich anfingen alle Gepäckstücke zu desinfizieren. Nach der Landung wurden wir an einem Infoschalter abgefangen und haben bei Francis in einem Mini-Reisebüro in einer dunklen Ecke des Flughafens unsere weitere Rundreise geplant und gebucht.
Auf dem Weg zur ersten Übernachtung durften wir gleich ein paar Bündel Fiji-Geldscheine aus dem Automaten ziehen: Auf den Inseln gibt es nur vereinzelt Möglichkeiten mit Kreditkarte zu zahlen… doofer Weise hat der Geldautomat nurnoch die kleinsten Scheine (und die in rauen Mengen) ausgespuckt… tjaaa – und schon kurz später durften wir unseren ersten Fiji-Sonnenuntergang mit Feuershow genießen.
Am nächsten morgen ging es dann auch schon richtig los: Torben hatte Geburtstag und wir haben unsere Rundtour mit einem Fiji-Air-Flug zu einer der kleinen Inseln begonnen. Das war natürlich gleich mal absolut atemberaubend! Die Riffe und Inseln von oben zu sehen – waaahnsinn! – die Landebahn auf unserer Zielinsel hatte auch etwas für sich: Die maximale Länge ausgenutzt – top! ;-)
Ein Flughafenmitarbeiter (der einzige auf der Insel) war super nett und hat uns dann zu einem kleinen, einsamen Strand geführt (Panorama1 und Panorama2) wo wir den Tag mit Bundaberg(Rum)-Coke und Schnorcheln (die Korallen nur 20cm unter der Wasseroberfläche!!!) verbracht haben, bevor es mit einer großen Fähre nach Bounty Island ging. Dort gab es den ersten richtigen Insel-Sonnenuntergang… ohne Worte… :-)
Am nächsten Morgen ging es dann mit einer Rundfähre ganz in den Norden der Yasawas zur Nabua Lodge (Panorama)- das ist die Inselgruppe im Nordwesten der Fiji Hauptinsel. Stundenlang passierten wir atemberaubend schöne Buchten (Panorama), Inselgruppen und Korallen, bis wir unser Ziel für die nächsten zwei Tage an der Endhaltestelle der Fähre (Panorama) erreicht haben.
Dort haben wir neben einer kleinen Inselwanderung (Panorama1 und Panorama2 – selbst hier waren überall Paparazzis *tze!* ;-)) die Blue Lagoon (Panorama) besucht: Mit einer seeehr kleinen Nussschale quer über das Meer zu der wohl bekanntesten Bucht Fijis. Wunderschön mit sehr vielen Palmen – nur leider genau deswegen landen hier auch seeehr viele Schiffe an und ankern mitten in den Korallen… so viel zum Umweltschutz in Fiji… :-((
Nach zwei Tagen hier oben ging es weiter zum Long Beach Ressort, ein kleines Stückchen weiter im Süden. Leider habe ich von der Fahrt nicht so sonderlich viel mitbekommen – mir ging es ganz und gar nicht gut: Kava, das Nationalgetränk in Fiji – hergestellt aus den Wurzeln einer Pfefferpflanze (Schmeckt aus so… nach Schlamm *waeh*) – hat mein Magen mal üüüüberhaupt gar nicht vertragen. Somit war ich quasi einen kompletten Tag ausgenockt. :-(
Nach zwei weiteren wunderschönen Tagen mit Schnorcheln und am-Strand-liegen ging es dann leider auch schon wieder zurück Richtung Nadi – immerhin im Sonnenuntergang – und am nächsten Morgen wieder zurück nach Australien.
Fazit: Fiji, absolutes Südseefeeling pur! Wir hatten leider zwei Tage einen recht intensiven Wind, kein Kava trinken (TU ES NICHT! ;-)) und ganz wichtig: Buch mitnehmen! =D
Weitere Bilder gibt es natürlich in der Fiji Bildergallerie.
The Red Centre – here we go!
Wie hier bereits angesprochen durfte ich das australische Outback bereisen – dazu soll es nun endlich die Fotos und ein paar Geschichten geben!
Da man durch’s Outback geschickter Weise nicht alleine reist, habe ich mich einer Tour angeschlossen – bzw. eine gebucht: Fünf-einhalb Tage von Alice Springs über Kings Canyon, Uluru (Ayers Rock), Kata Tjuta (The Olgas), Coober Pedy und Devils Rock (bei Quorn) nach Adelaide.
Ich kam also am 19.08. spätabends (gegen 21 Uhr) von Fiji zurück (die Fotos und Geschichten kommen auch bald) und durfte am nächsten Morgen um 6 Uhr am Flughafen den nächsten Flug nach Alice Springs (leider über Cairns – das liegt im Nord-Osten) boarden. Man kann sich vorstellen, dass der Abend / die Nacht etwas stressig und mit wenig Schlaf war. ;-)
Doch schon der Blick beim Anflug auf Alice Springs liess schon auf einiges hoffen. In Alice bin ich dann durch die Stadt zu einem Aussichtshügel marschiert:
In Alice findet jährlich ein weltberühmtes Bootrennen statt – in diesem Fluss… das Plakat lässt ein wenig erahnen, wie die Regatte von statten geht! ;-)
Am nächsten Tag ging es dann aber auch schon los – ab ins Outback zur Kings Canyon Station. Hier gab es erst ein bisschen Ratlosigkeit bei der Schlafplatzwahl – welches Stückchen Dreck bietet den besten Untergrund für unsere Swags? – im prinzip war es aber völlig egal – jeder hat wie ein Schlosshund gefroren… Gefroren haben wir übrigens öfters, doch man weiß: Monkey learns und so bin ich die Folgetage mit 2 T-Shirts, 2 Pullis, Fließ + Jacke bekleidet in meinen Schlafsack geschlupft – da war dann endlich kein frieren mehr.
Am folgenden Morgen – nachdem von der Sonne wachgeküsst – hielt auch schon ein erstes Highlight bereit: Kings Canyon! Und natürlich ging es auch gleich gut los: Zu Beginn musste der im Tourguide Fachjargon Heartattack Hill gemeistert werden! An diesem sehr steilen, ich glaube 300 Meter hohem Einstieg scheitern in den sehr heißen Sommertagen immer wieder beleibtere Touristen aus aller Welt. Doch für uns kein Problem (wir waren nicht ohne Grund sehr früh hier und ich war durch meine anderen Touren ja auch noch ein wenig in Übung), und so konnte ich mich auf dem Weg nach oben ganz nett mit einem Ranger-Notarzt unterhalten, der den Berg zu seinem nächsten Patienten hochstieb. (Er beneidet uns um die Alpen und die Trainingsmöglichkeiten dort =D)
Kings Canyon, nunja – die Bilder sprechen für sich. Es geht wirklich seeehr steil (Überhänge!) seeehr weit nach unten. Vor ein paar Jahren war ein asiatischer Tourist so im Filmen vertieft, dass er beim umdrehen seinen Tourguide mit seinem Rucksack die Klippe hinunter beförderte. Man muss auch sagen: So ein paar Leute wissen einfach nicht, was mutig und was einfach nur verdammt dumm ist…
Auf dem Rundweg passiert man auch den Garden Eden – ja, das sind wirklich riesige Bäume auf dem Foto!, eine Wasserstelle im Kopfende des Canyons. Absolut beeindruckend dieser kühle Fleck, die vielen Pflanzen (einige extremst selten und nurnoch hier anzutreffen!) und Tiere die in dieser Oase leben!
Nach absolut schweisstreibenden Stunden sind wir zurück in unsere Station gekehrt und ich habe mir erst einmal ein Eis in der Wüste gegönnt. (Das musste einfach mal sein – alleine dem Foto wegen! ;-))
Und dann ging es auch schon wieder auf die Straße – Richtung Uluru! (Ayers Rock) Auf dem Weg dorthin ein Prachtspiel: Es existiert ein Vor-Uluru! Skandal!!!
Auf jeden Fall haben meine Tourkollegen in ihrer Euphorie ganze Filme und Videobänder beim Anblick dieses Hügels verschossen. *hihi* Doch natürlich ließ der wahre Fels auch nicht mehr lange auf sich warten – 90 Minuten später durften wir ein weiteres Highlight unserer Reise in Augenschein nehmen – Uluru, Ayers Rock, DAS Heiligtum der Aborigines! – und das gerade Rechtzeitig zum Sonnenuntergang! – der absolute Wahnsinn! – schonmal so ein Abendleuchten trotz absolut wolkenfreiem(!) Himmel gesehen? :-)
Aber damit noch nicht genug – mal schnell um 120 Grad gedreht und was ist da? Mein persönlicher absoluter Favorit: Kata Tjuta, the Olgas – unser Ziel für den nächsten Morgen.
Was gab es sonst an diesem Tag zu lernen? Kamelfrüchte, schmecken fast nach nichts und doch sehr intensiv – wie eine Melohne (kling komisch, ist aber so!). Die Vögel haben gelernt, die Früchte auf die Straße zu schieben (was für so einen kleinen Vogel eine waaaahnsinnige Arbeit ist) und sie von den Auto plattfahren zu lassen. Kleines Problem: Das letzte Stück zur Straße ist meist ein kleines bisschen bergauf, weshalb am Straßenrand haufenweise dieser Früchte zu sehen sind – nur auf der Straße kaum welche… echt doof, wenn einem kurz vor dem Ziel immer wieder die Puste ausgeht… =/
Der nächste Tag sollte seeehr anstrengend werden: Frühs gleich Kata Tjuta (was übrigens ‘viele Köpfe’ bedeutet – das Panorama erklärt warum), dann das Uluru Culture Centre mit sehr interessanten Informationen zur Kultur der Aborigines (und warum man Uluru NICHT besteigt – Punkt, Aus, Schluss, Ende!) und am Schluss natürlich noch dem Uluru Basewalk (einmal rundrum).
Es stand also viel auf dem Programm und so ging es auch gleich frühs los zum Kata Tjuta Basewalk (eine weitere Location an der im Sommer so einige Touris zusammenklappen, weshalb der Walk auch gesperrt wird wenn’s um 8 Uhr frühs schon 28 Grad oder so hat…). Glücklicherweise hatten wir aber Winter… das Valley of the Winds wartete!
Viel schreiben kann man dazu auch gar nicht – es ist einfach nur wahnsinnig beeindruckend durch das Valley zu laufen und die unglaublich kräftigen Farben und Formen zu bewundern (siehe auch in der Gallerie). Wie gesagt – mein Favorit, auch wenn man es mit dem Foto einfach nicht einfangen kann, so ist Kata Tjuta doch noch schöner und beeindruckender als Uluru. Und dahin ging es als nächstes…
Uluru, oder Ayers Rock ist nunmal das Wahrzeichen Australiens – und dabei ist die Sydney Opera und vor ihr sogar noch die Sydney Harbour Bridge die meistfotografierten Objekte des Landes – Uluru ist also nur auf Platz drei!
Nach dem sehr interessanten Besuch des Aboriginal Culture Centrums – welches auch erklärt, warum man den Felsen bitte nicht besteigen soll ging es an dessen Fuß. Richtig – die Aborigines bitten nur darum den Fels nicht zu besteigen. In ihrer Kultur kann man keinen zur irgendetwas zwingen, man bittet ihn es zu unterlassen – wenn er es dennoch tut muss er selbst damit fertig werden und die Verantwortung für sein Handeln sein Leben lang tragen. Offensichtlich ist das nicht immer einfach wie hunderte Briefe in dem Kulturzentrum zeigen die um Vergebung für die eigene, jugendliche Dummheit bitten – sehr beeindruckend!
Da ich schon vorher von der Bitte des nicht besteigens gelesen hatte, stand es für mich auch nie auf dem Programm einen Fuß auf den Felsen (für Australier: Den Berg ;-)) zu setzen. (hier übrigens der extrem steile und gefährliche Walk nach oben) Ich bin lieber den Basewalk gegangen (anstengend genug!)
Der Rundweg offenbarte unzählige Einblicke und Ausblicke auf den wohl bekanntesten Felsen der Erde – am besten einfach mal in die Gallerie schauen. Es war aber definitiv ein besonderer Walk, mit ganz eigenen Gefühlen, Gedanken und Gesprächen…
Das abschließende Highlight des Tages war dann der Sonnenuntergang. Wieder einmal absolut faszinierend, wieviele Farben zu sehen sind, bis die Sonne dann auch wirklich untergegangen ist. Auf dem Rückweg ins Nachtlager noch ein Schnappschuss von Kata Tjuta.
Uff – jetzt hab ich aber schon eine Menge geschrieben! … Aber es waren halt auf mit die 5 imposantesten Tage des ganzen halben Jahres… also auf zur letzten Etappe: von Uluru viiieeeeele Kilometer nach Coober Pedy und dann noch einmal viiieeele Kilometer bis nach Quorn (Devils Peak) und Adelaide.
Vor uns lag also fast ein ganzer Tag Busfahrt ohne größeres Highlight auf der Strecke (mal von diesem geparkten Roadtrain abgesehen). Nach einigen Stunden ging es über die Grenze nach South Australia, durch ein Roadtrain Race und der Kulisse von Filmen wie Mad Max und Co. nach Coober Pedy – der Opalhauptstadt unserer Erde!
Hier durften wir ortsüblich unter der Erde nächtigen – das erste Bett seit Nächten – was für ein Traum!
In der Stadt stehen überall alte Filmkulissen herum, was den Eindruck einer Mondlandschaft noch um einiges verstärkt. Nach einer durchfeierten Nacht in der outbackigsten Stadt der Welt (hier macht jeder was er will – z.B. nach 12 Shots, 5 Bier und 2 Weine Autofahren wie ein Freund unseres Tourguides :-)))) bekamen wir am nächsten Morgen eine Führung durch eine ansässige Opalmine, bevor es nach einem Stadtrundgang wieder auf den Highway ging. … mitten durch die südaustralische Wüste, da wo wirklich nichts mehr ist – hunderte Kilometer lang nichts… bis auf einen verlorenen deutschen Anhalter… ;-)
Und dann – langsam, gaaanz langsam erreichten wir wieder grünes Land. Hier erklommen wir noch Devils Peak, eine spitze Felsformation mit einem fantastischen Ausblick auf das Umland. (Übrigens: Das Wettrennen gegen den Tourguide konnte ich mit knapp 50 Metern Vorsprung am Gipfel für mich entscheiden *ugah ugah!* … das hab ich die nächsten zwei Tage dann aber auch noch gemerkt… ;-))
Tja… und dann ging es auch schon sehr flott Richtung Adelaide wo wir zum Sonnenuntergang ankamen.
So… das war also die absolut geniale Outbacktour. Es gäb noch sooo viele Einzelheiten zu erwähnen – aber das würde den Rahmen nur noch weiter sprengen (muss ja nicht sein…). Ich kann jedem nur ans Herz legen auch mal durch zu reisen, es lohnt sich wirklich jede Minute, jeder Meter, jeder Schweißtropfen (und das werden seehr, sehr viele sein! ;-)).
News aus Neuseeland
So – die Hälfte der Fotos ist bearbeitet und aussortiert, es dauert also nicht mehr lange!
Viel interessanter (naja, vielleicht nicht viel – aber doch interessant) ist aber dieser Zeitungsartikel den ich vorhin von Fabian zugeschickt bekommen habe: *klick*
Man bedenke – vor zweieinhalb Wochen sind wir noch scherzend am Fuß des Berges und sogar oben im Skigebiet rumgesprungen…
