Gipfelstürmer: Mount Warning
Gerade ging wie immer, kurz bevor die Sonne über den Hügel kommt, mein Wecker – heute schaff ich es aber vielleicht sogar noch etwas über mein Wochenende zu erzählen.
Freitag Abend war nicht sehr viel los – ich bin mit Kenneth (Arbeitskollege) direkt nach der Arbeit auf der Dachterrasse eines Pubs gesessen, wir haben uns zwei Bier genehmigt und sind dann auch schon wieder heim gefahren – immerhin kündigten sich große Dinge an und man will ja vorbereitet sein!
Samstag morgen (St. Patrick’s Day) war 8 Uhr Treffpunkt vor Thiess, und dann ging es los in den Süden – fast 2 Stunden lang auf dem Highway zum Mount Warning (welch ein heroischer Name! =D) – der einzige Hügel, der in der näheren Umgebung die Bezeichnung “Berg” verdient. (Und er verdient es – wirklich!)
Auf dem Hinweg konnte man fast den Tegernsee hinter einigen Ecken erwarten (bayerische Kühe – hier?!), wir hatten uns aber nicht verfahren und so begann der Aufstieg gegen 10:30 Uhr – es war schon ganz angenehm warm (ich hab in meinem Leben noch nicht so geschwitzt!)
Mt Warning ist ein alter Vulkan – d.h. was von ihm übrig geblieben ist. Im Prinzip steht nurnoch der Schlot (weil aus festerem Gestein), der Rest des Vulkanberges wurde wegerrodiert, was natürlich einen im Umfang relativ kleinen, aber hohen und steilen Berg zur Folge hat. Quelle: Ein Filmteam, das fast kollabierend seine Ausrüstung den Berg hinaufhievte um ein paar Sekunden Material für einen National Geographic Film zu drehen. ;-P
Zum Glück ist Mount Warning sehr dicht mit Regenwald bewachsen (was dem Wanderer seeehr entgegen kommt) – nur die letzten 100 Höhenmeter gehen Klettersteigmäßig nach oben. Ein Highlight: Der gemeine Hasenbaum, der einen Haken im Wachstum schlägt. =D
Leider waren an diesem Tag doch einige Leute auf dem Berg unterwegs, so dass nicht viele Tiere zu sehen waren (Die dicke Zwei-Meter-Schlange die von Leuten aus unserer Gruppe kurz gesehen wurde hab ich ‘leider’ verpasst). Aber nichtsdestotrotz machen die Fauna und die sich immer wieder öffnenden Ausblicke sind unglaublich genial und machen die Plagerei mehr als wett!
Auf dem Gipfel gab’s dann lunch – eine andere große, deutsche Reisegruppe (anscheinend sind wir prädestiniert dafür an sehr heissen Tagen solche Touren zu gehen *g*) – und einen absolut genialen Ausblick:
(Weitere Bilder gibt’s in der Gallerie)
Nach dem kniezermürbenden Abstieg durfte ich auf dem Rückweg noch das höchste Wohnhaus der südlichen Hemisphäre bewundern (naja – soooo toll wie es klingt ist es nicht wirklich).
Und – wir waren sogar Fisch essen! Hatte eine Box mit einem Allerlei mit Pommes, was auch alles sehr gut war (Krabbengetier) – nur das Fischfilet *woahr* sowas geht einfach mal gar nicht! :-)
Doch das eigentliche Highlight: Ich war das erste mal im Pazifik!!! =D =D =D
(zu mehr hat die Zeit – und Uhrzeit – leider nicht mehr gereicht…)
Eigentlich wollten wir dann noch in die Stadt schauen (wie gesagt: St. Patricks Day) – aber nach dem Duschen um 22:30 Uhr ging einfach nichts mehr – total ausgepowert. (mal davon abgesehen, dass hier Feiern ja nicht so lange gehen wie in Europa :-))
Das holten wir aber am nächsten Morgen mit einem sehr genialen Weisswurstfrühstück und echtem Weissbier bei Kenneth nach!
Tja, und gestern Abend war ich seit langem mal wieder Indoor-klettern – seeehr genial, und mit dem kleinen Wandermuskelkater in den Beinen eine nette Herausforderung. ;-D
